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:: GESCO erwirbt Spezialisten für Hochleistungswerkzeugbau

 Wuppertal / Laichingen, 3. Januar 2012 - Die GESCO AG hat zum Jahreswechsel 85 % der Anteile an der WBL Holding GmbH, der Führungsgesellschaft mit den 100 % Töchtern Werkzeugbau Laichingen und Werkzeugbau Leipzig, erworben. Der langjährige geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Mangold bleibt weiterhin mit 15 % beteiligt und steht für Kontinuität in der Geschäftsführung. Die GESCO AG übernahm den Mehrheitsanteil von der BayernLB Capital Partner GmbH. Die Wurzeln der WBL – Gruppe reichen in das Jahr 1891 zurück. Heute produziert WBL in der Werkzeugbau Laichingen GmbH am Stammsitz in Baden-Württemberg sowie in der Werkzeugbau Leipzig GmbH Hochleistungswerkzeuge für Automobil- und Automobilzulieferindustrie sowie für Hersteller von Haushaltsgeräten. Insbesondere mit seiner Spezialisierung auf komplexe und große Werkzeuge hat sich WBL als anerkannter Partner erster Adressen der deutschen Industrie etabliert. Mit einem ausgefeilten Dienstleistungskonzept, das bis zum permanenten On-Site-Service in den Fertigungsstätten der Kunden reicht, differenziert sich das Unternehmen vom Wettbewerb. Zudem fertigt WBL auf eigenen Pressen für seine Kunden Serienanläufe und Kleinserien. Mit rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftete die Werkzeugbau Laichingen-Gruppe 2011 einen Umsatz von rund 17 Mio. €. GESCO-Vorstand Dr. Hans-Gert Mayrose zur Akquisition: „Werkzeugbau Laichingen passt exakt in unser Portfolio und ergänzt das Angebot der GESCO-Gruppe bei großen und anspruchsvollen Werkzeugen. Das Unternehmen sieht sich als Technologieführer im Premium-Segment. Besonders positiv beurteilen wir die Kombination von langjährig gewachsener Expertise, hochwertiger Technologie und exzellentem Service.“

:: Werkzeugbau Laichingen feiert 120. Geburtstag mit vollen Auftragsbüchern.

 Fachkräftemangel bremst Wachstum

LAICHINGEN – Fachkräftemangel.
Das Schlagwort, das ständig Schlagzeilen macht, treibt auch das Unternehmen Werkzeugbau Laichingen um. In den vergangenen Wochen hat die Firma, die in diesem Jahr 120 Jahre alt wird, enorme Investitionen getätigt. Maschinen im Wert von 1,7 Millionen Euro wurden angeschafft, damit das Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist, wenn es noch mehr Aufträge gibt als bisher. Schon in diesem Jahr, sagt Geschäftsführer Jürgen Mangold, hat die Konjunktur auch in Laichingen enorm angezogen. So sehr, dass die Auftragsbücher bei Werkzeugbau Laichingen voll sind und der Auftragsbestand jetzt bereits zeigt, „dass er weit über zwölf Monate im Jahr hinaus reichen wird“.

Allein, es fehlen die qualifizierten Mitarbeiter, um alle Aufträge im Schichtdienst, wie es vorgesehen ist, abarbeiten zu können. Werkzeugmechaniker gibt es zu wenige, genau wie CNC-Fräser, Werkzeugmacher und Zerspanungsmechaniker. „Mit Hängen und Würgen haben wir jetzt vier Fachkräfte bekommen, die wir eingestellt haben“, sagt Mangold. Gebraucht würden aber sechs und in Zukunft auch noch mehr in dem Unternehmen, das am Standort Laichingen 115 Mitarbeiter beschäftigt. Verstärkt wird selbst ausgebildet – ein Mittel gegen den Fachkräftemangel. „Oft aber werden Kräfte sofort gebraucht und man kann nicht warten, bis sie ausgelernt haben“, sagt Mangold. Auf Expansionskurs ist das Laichinger Unternehmen schon lang. Seit vier Jahren gehört auch ein Standort in Leipzig mit 70 Mitarbeitern dazu. Beim Rundgang durch die Produktion zeigt sich, wo erweitert wurde und wofür noch mehr Mitarbeiter gebraucht werden. Die neue Fräsmaschine ist mit Plexiglasscheiben abgesichert, denn sie fräst Werkzeugteile mit einer solchen Geschwindigkeit, würde sich dabei ein Teil lösen, würde der Mitarbeiter, der daneben steht, quasi davon „erschossen“. Und die neue Groß-Bearbeitungsmaschine, die über den Computer programmiert wird, kann Werkstücke bearbeiten, die bis zu vier Meter lang, 2,70 Meter breit und 1,40 Meter hoch sind sowie bis zu 25 Tonnen wiegen. Stefan Spann ist dabei, den Computer zu programmieren und die Maschine so einzustellen, dass genau festgelegt ist, wie viel Öl zum Achsenschmieren gebraucht wird, wie hoch die Fahrwege-Geschwindigkeit der Maschine ist, wie groß die Begrenzungen und die Beschleunigung. Auf diese Maschine würde von der Länge her ein Mittelklasse-Auto passen.

Werkzeugbau Laichingen arbeitet zum größten Teil für die Automobilindustrie. Werkzeuge zum Stanzen und Umformen werden hier konstruiert und gebaut und sodann an die Automobilindustrie ausgeliefert. Es werden Muster, Pressen und Ersatzteile angefertigt und es gibt auch einen Servicebereich, in dem letzte Hand an Neufahrzeuge angelegt wird. Hier sind die Pläne für die Prototypen der Marken Mercedes und BMW, Audi und Porsche bekannt, damit der Werkzeugbau bei Nachbesserungsbedarf noch schnell Teile und Werkzeuge bauen kann, bevor das neue Modell auf den Markt kommt – ein Grund, warum das Firmengebäude in Laichingen ziemlich gut gegen Spione abgesichert ist.
Denn das Unternehmen ist ein wichtiger Zulieferer für die deutschen Automobilbauer. „Es gibt kein einziges deutsches Auto, das in den vergangenen 30 Jahren gebaut worden ist und kein Teil von uns enthält“, erklärt Mangold selbstbewusst. An den Standort Laichingen fühlt sich der Geschäftsführer gebunden. Eine Erweiterungsfläche von vier Hektar hat die Firma noch, die bis jetzt rund 25 Hektar bebaut hat. Der Standort sei optimal. Beim Ausliefern der Werkzeuge seien die Werke von Daimler in Sindelfingen, von Audi in Ingolstadt, von Porsche in Stuttgart und von BMW in München jeweils in längstens eineinhalb Stunden von Laichingen aus erreichbar.

In dieser Hinsicht ist es Geschäftsführer Mangold aber auch wichtig eins zu betonen: „Zeit ist Geld.“ Was bedeutet: Der Laichinger Werkzeugbauer wartet sehnsüchtig auf den A8-Ausbau. Eine Menge an Ware und Werkzeugen muss von Laichingen aus bewegt werden und das schnell. Und da sind Baustellen auf der A8 wie die bei Mühlhausen nach Stuttgart „einfach ein Drama.“

:: Februar 2007: Die Werkzeugbau Laichingen GmbH kauft die Firma Röhrich Werkzeugtechnik aus Leipzig


Standorte:
Werkzeugbau Laichingen GmbH und
Werkzeugbau Leipzig GmbH
Laichingen - Die Werkzeugbau Laichingen GmbH hat zum 01.02.2007 die Röhrich Werkzeugtechnik GmbH aus Leipzig übernommen.

Das Leipziger Unternehmen firmiert jetzt unter dem Namen Werkzeugbau Leipzig GmbH. Hintergründe für die Übernahme war die Erweiterung der bestehenden Kapazitäten. Zudem erhofft sich das Laichinger Unternehmen durch die Übernahme Synergieeffekte, vor allem in den indirekten Bereichen.

Inzwischen ist die Integration des Leipziger Unternehmens vollständig abgeschlossen. Dabei gab es lt. Geschäftsführer Jürgen Mangold keine größeren Schwierigkeiten.
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